Berufsfeuerwehrtag zusammen mit der Feuerwehr Iffezheim und der THW-Jugend Rastatt
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 21. Juni 2009 um 19:37 Uhr
Am 12.06.09 bis Samstag den 13.06.09, nahm die THW-Jugend Baden-Baden sowie die THW-Jugend Rastatt an einer 24-Stunden- Übung der Jugendfeuerwehr Iffezheim und dem örtlichen DRK teil. Zum ersten Mal in der Geschichte der Jugendfeuerwehr Iffezheim durften sich die Floriansjünger den Aufgaben der aktiven Feuerwehrmänner stellen. Mit dabei waren auch die Ortsverbände der THW-Jugend Baden-Baden und die Kameraden der THW-Jugend Rastatt. An der Tagesordnung standen verschiedene Einsätze, die durch die Jugendlichen abgearbeitet werden mussten.
Für den Nachwuchs galt es, sich an den aktiven Dienst der beiden Hilfsorganisationen heranzuarbeiten und ihre Aufgaben spielerisch zu lernen. Mit dabei waren zehn Jugendliche der Jugendfeuerwehr Iffezheim und jeweils sieben Jugendliche der THW-Ortsverbände Baden-Baden und Rastatt. Betreut wurden die Jugendgruppen von 21 Betreuern, die für alle Fragen ein Ohr hatten. Der erste Tagespunkt war die Fahrzeugkunde. Hier wurde den Floriansjünger die Fahrzeuge des THW erklärt und anders herum wurde den THW-Junghelfern die Fahrzeuge der Feuerwehr Iffezheim vorgestellt. Großes Staunen trat auf, als die Junghelfer die Technik im neuen LF 44/2 bestaunen konnten. Danach wurden für die erste Übung über die Außensprechanlage die Besatzungen der Fahrzeuge bekannt gegeben. Hierbei wurde darauf geachtet, dass die Besatzungen jeweils aus verschiedenen Jugendgruppen bestanden. Auf der Fahrt zur alten Pionierschule am Rhein hatten die Junghelfer Zeit, sich etwas kennen zu lernen. Dort angekommen, wurde unter Leitung des THW Ortsverbandes Baden-Baden und dessen Jugendbetreuer Sahzaid Akhtar ein 3 x 3 Meter großes Floß gebaut, das später zum Paddeln auf dem Rhein einladen sollte. Hierbei wurden die verschiedenen Stiche und Bunde wie Mastwurf mit Halbschlag, Kreuzbund und Sackstich, welche die meisten Jugendlichen nicht kannten, geübt. Während die Besatzung des GKW 2 des THW Baden-Baden ihre Knoten bund, durften sich die anderen freuen. Es ging mit dem Mehrzweckboot der Feuerwehr Iffezheim auf den Rhein, welches mit dem Nachwuchs einige Runden mit einem 150 PS-Außenbordmotor, drehte und ihnen dabei jede Menge Spaß bot. Nachdem das Floß fertig geworden war und auch durch die Jugendlichen auf Fahrtüchtigkeit getestet worden war, stand in der Feuerwache der Feuerwehr Iffezheim ein Vesper an.
Bereits kurz nach 22 Uhr läuteten die Alarmglocken der Wache mit dem Einsatzstichpunkt „Person unter Fahrzeug eingeklemmt“. Hierbei wurden alle Fahrzeuge der Feuerwehr und der THW Ortsverbände Baden-Baden und Rastatt zur Einsatzstelle gebracht. Das THW-Rastatt hatte ihren Kipper mit Ladekran dabei. An diesem wurde eine Lichttraverse befestigt, die die Einsatzstelle weiträumig ausleuchtete und so die Kräfte der Feuerwehr und des THW für die Bergung der Person zu speichern. Folgende Lage stellte sich dar: „ Ein LKW übersah auf einem Betriebsgelände eine Person die aus einer Lagerhalle kam und konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und erfasste sie frontal. Hierbei wurde die Person, dargestellt durch eine Puppe, unter dem LKW einklemmen und schwer verletzt". Durch schnelles Eingreifen konnte die Person zügig gerettet werden und medizinisch versorgt werden. Zur weiteren Versorgung wurde die Person auf den LKW verladen und zur Wache zurückgebracht, wo sie sich bis zum nächsten Einsatz "ausruhen" konnte.
Anschließend konnten sich die fleißigen jungen Einsatzkräfte stärken und dann ihr Betten aufbauen, um sich zur Ruhe zu legen, doch geschlafen haben nicht alle. Es wurde gekichert und geredet. Doch lange dauerte es nicht, um 03.30 Uhr wurde erneut alarmiert, nun mit dem Einsatzstichwort: „ausgelöste Brandmeldeanlage“. Beim Eintreffen der Kräfte stellte sich jedoch heraus, dass es sich um einen Fehlalarm handelte und dass kein Eingreifen der Helfer erforderlich war. Die Kräfte wurden alle wieder abgezogen und die Jugendlichen konnten dann verdient in ihr Bett gehen und ruhig bis zum Morgen schlafen. Um 8.00 Uhr war Frühstück, welches durch den Nachwuchs selbst zubereitet wurde. Nachdem alle Helfer sich mit einem Frühstück gestärkt und ihre Nachtutensilien verstaut hatten, ertönte zum dritten Mal der Alarm. Einsatzstichwort: „Flächenbrand“. Der Brand konnte schnell durch die eingesetzten Helfer gelöscht werden. Parallel wurde unter der Leitung des THW Rastatt eine Brücke über den Sandbach gebaut.
Nach Spaghetti mit Hackfleischsoße, stand die große Abschlussübung mit dem DRK statt: Auf dem Gelände der Pionierschule brannte ein Haus und zwei Personen wurden vermisst. Die Besatzung des LF 44/2 kümmerte sich um den Brand, die Besatzungen der anderen Fahrzeuge nahm die Suche nach den Vermissten auf. Der Brand konnte schnell unter Kontrolle gebracht und nach einiger Zeit komplett gelöscht werden. Auch wurden die Vermissten schnell gefunden und gerettet, sodass sie dem DRK übergeben werden konnten. Nachdem alle Einsätze beendet waren, wurden große Mengen an Schläuche gelegt. Da das Wetter an diesem Tag super war, erfrischten sich alle gegenseitig in einer großen Wasserschlacht.
Nach dem der Rückbau der Schläuche und der anderen Materialien beendet war, rückten die Helfer zusammen wieder in die Wache ein. Säuberten die Fahrzeuge, Fahrzeughalle, Material und Schuhe. Anschließend kam das Essen, auf das alle gewartet haben. Es gab feinen selbstgemachten Flammkuchen und Hamburger.
„Es war uns sehr wichtig, den Jugendlichen einen Eindruck von ihrer späteren aktiven Zeit zu vermitteln und das Miteinander zwischen den beiden Hilfsorganisationen zu stärken“ so Matthias Stiefel, Jugendbetreuer der Jugendfeuerwehr Iffezheim. Der Jugendbetreuer des THW Ortsverbandes Baden-Baden, konnte den Aussagen von Matthias nur zu stimmen und für diese tolle Aktion danken. Unser Dank gilt allen Beteiligten der Feuerwehr Iffezheim, dem DRK Iffezheim und den Frauen der Wehrmänner, die uns köstlich versorgt hatten. Wir freuen uns auf das nächste Jahr und hoffen natürlich, wieder ein Teil des Berufsfeuerwehrtages, vielleicht sogar als Ausrichter, werden zu dürfen.


